Das Schwein und das Zink - Was sich für die Therapie der Ödemkrankheit ändert

Live am 05.11.2020 von 19:30 -21:00 Uhr - 3 ATF-Stunden beantragt

Müssen wir wirklich noch über die Ödemkrankheit der Absetzferkel sprechen?

Eigentlich wissen wir doch schon recht viel darüber. Stichworte wie shigatoxinbildende EDEC als Auslöser sind uns geläufig, oder dass die Pathogenität des Erregers neben dem Shigatoxin Stx2e auch durch das α-Hämolysin und durch bestimmte Adhäsine (Fimbrienantigen F18) bestimmt wird, haben wir doch alle in der Praxis gut verinnerlicht.

Bewusst ist uns auch, dass das Management eine wichtige Rolle im Krankheitsverlauf spielt. Der Hauptinfektionsweg ist fäkal-oral. Die Tiere infizieren sich über Ausscheider und Ferkel bereits unter der Sau. Präventionsstrategien sind unerlässlich, weil die Antibiotikatherapie meistens zu spät kommt.

Ab Juli 2022 stehen wir an einem Wendepunkt in der Prophylaxe der Ödemkrankheit, denn dann sind therapeutische Zinkoxidgaben EU-weit verboten.

Die EU-Gesetzgebung wird erhebliche Änderungen für Schweinehalter und deren bestandsbetreuende Tierärztinnen und Tierärzte mit sich bringen, denn Zinkoxid kann ab Juli 2022 nur noch als Futtermittelzusatz in niedriger Dosierung (ca. 150 ppm) verwendet werden. Zu stark ist die Umweltbelastung mit Schwermetallen und die Ausbildung antimikrobieller Resistenzen.

Programm des Online-Seminars

Tierärztin Pia Berger
„Neue Daten zur Prävalenz der Ödemkrankheit
in Deutschland“

Prof. Dr. Jürgen Zentek
„Zink und Kupfergaben in der Schweinefütterung und das
Risiko antimikrobieller Resistenzen“

Dr. Vojislav Cvjetković
„Shigatoxin-Impfung als Prävention gegen die Ödemkrankheit und Einblicke in die Subklinik“

Nutzen Sie die Gelegenheit, im Live-Chat mit den Experten zu sprechen und Antworten auf Ihre persönlichen Fragen zu bekommen. Nach dem Live-Termin ist das Online-Seminar ein Jahr als Aufzeichnung verfügbar.

Jetzt kostenfrei anmelden

Zurück zum Anfang